3D in Titan gedruckt

Hinter den Kulissen des ALM-Sattel‘s

Durch die Technologie von Airbus, einem führenden Flugzeughersteller, konnten wir unseren preisgekrönten ALM-Sattel produzieren, eine unerwartete Zusammenarbeit zwischen Radfahrern und Luftfahrtingenieuren. Wenn Airbus eine neue Technologie entwickelt, schreibt die Industrie vor, dass sie zehn Jahre lang getestet werden muss, bevor sie in Flugzeuge eingebaut werden kann, was die Türen für diese Zusammenarbeit öffnete. Nach hunderten von Stunden der Feinabstimmung des Carbon Layups mit der FEA-Software (Finite-Elemente-Analyse) von Airbus konnten wir die endgültige Zusammensetzung ermitteln, um den haltbaren und dennoch flexiblen ALM-Sattel zu erhalten.

Dieses war nur möglich durch den Einsatz eines 3D-Titandruckers von Airbus. In Anlehnung an einen Desktop-Drucker wird ein Laserkopf zum drucken über ein Bett aus Titanpulver geführt, der anstelle des Auftragens von Tinte einen Laser zum Sintern des Pulvers einsetzt, um das Pulver zu Binden, und zwar ohne Abfall. Innerhalb von 24 Stunden bauen sich diese gedruckten 2D-Ebenen zu einem 3D-Teil auf.

Flexibler Carbon

Der ALM war ursprünglich mit einer Verschmelzung von Carbon- und 3D-gedruckten Titanschienen für eine begrenzte Auflage von 500 Sätteln zu einem Verkaufspreis von 750 USD geplant. Durch die Kontaktaufnahme mit Kohlenstoffspezialisten außerhalb der Fahrradbranche haben wir das Know-how ihrer Ingenieure genutzt und es stellte sich bald heraus, dass es möglich wäre, das der ALM Sattel ausschließlich aus Carbon besteht. Nach monatelangen strengen Tests und Dutzenden von Proben war der Voll-Carbon ALM geboren, der Komfort mit Leistung verbindet und in dieser neuen Kategorie von Sätteln Maßstäbe setzt.